„Sturmtief Friederike“ wirbelt Feuerwehr Rheurdt einen Tag lang auf

Die Feuerwehr Rheurdt zieht Bilanz aus einem einsatzreichen Tag – nur Sach-, keine Personenschäden.
 
Orkan „Friederike" machte am 18. Januar auch vor der Gemeinde Rheurdt nicht Halt. Feuerwehr und Bauhof waren im Dauereinsatz, um zahlreiche Sturm- und Wetterschäden zu beseitigen. In einigen Teilen der Gemeinde fiel sogar kurzzeitig der Strom aus. Grund dafür waren durch den Sturm beschädigte Stromleitungen vorwiegend im Bereich Kengen.

Feuerwehr Rheurdt koordinierte sich selbst

Der Tag begann für die Einsatzkräfte bereits am frühen Donnerstagmorgen. Auf Anweisung des Kreises Kleve besetzten ab 7.00 Uhr zwei Feuerwehrkameraden, darunter auch Wehrleiter Markus Jansen, das Gerätehaus in Schaephuysen. Bei den zu erwartenden Unwettereinsätzen sollte man als Ansprechpartner für die Kreisleitstelle Kleve und als kommunale Lagezentrale fungieren.

Als gegen 10:30 Uhr Friederike mit Wucht über den Niederrhein zog, ließen die ersten Einsätze nicht lange auf sich warten. Während zuerst nur umgefallene Straßen- und Baustellenschilder den Eingriff der Kameraden erforderten, gaben in der Folge mehr und mehr Äste und Bäume nach. Schließlich wurde um 10.59 Uhr Vollalarm für die beiden Löscheinheiten Rheurdt und Schaephuysen ausgelöst. Mit insgesamt sechs Fahrzeugen und 29 Einsatzkräften beseitigte man in allen Ortsteilen der Gemeinde Sturmschäden. Schäden an Baugerüsten, abgebrochene Äste, entwurzelte Bäume und herabfallende Dachziegel – insgesamt rückten die Kameraden zu 23 Einsatzstellen aus. Die Priorität bei den Einsätzen lag klar auf Schäden, die zu Behinderungen im Straßenverkehr oder zu Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen konnten.
 
Dachziegel verursachten Leckage an Gastank

Herabfallende Dachziegel im Ortsteil Kengen sorgten noch einmal  um 14.04 Uhr  für einen besonderen Einsatz. Ein Dachziegel traf einen unmittelbar darunter installierten Propangas-Tank so ungünstig, dass ein Bauteil Leck schlug. Zwei Trupps unter Atemschutz stellten den Brandschutz sicher und kontrollierten die umliegenden Bereiche auf erhöhte Gaswerte. Die Leckage wurde schließlich in Zusammenarbeit mit dem Notdienst der Gasversorgungsfirma behoben.
Um 16.45 Uhr waren alle Einsätze von Feuerwehr und Bauhof abgeschlossen. Letztlich sind glücklicherweise keine Personenschäden im Gemeindegebiet zu beklagen.

Sturmeinsatz 01

Bild 1: In Lind, Zufahrt zu den Häusern Lind 57 und 59

Sturmeinsatz 02

Bild 2: Im Bereich Reitplatz Schaephuysen

Sturmeinsatz 03

Bild 3: Kirchstraße in Rheurdt

Bilder: Feuerwehr Rheurdt/Frank Diepers